Über mich

Mein Name ist Roman Gnoth (Jg. 1974), und ich lebe in der fränkischen „Großstadt“ Erlangen. Geboren bin ich in der Hauptstadt der früheren DDR, genauer gesagt in jenem Stadtteil, in dem sich 1906 ein Schuhmacher als Hauptmann verkleidete und die Stadtkasse ausraubte. Die Welt meiner Kindheit und Jugend war atheistisch geprägt, so etwas wie Spiritualität, Glauben oder Gott gab es nicht darin. Mit der Wiedervereinigung 1989 ging das Weltbild meiner Kindheit unter, und ich passte mich dem westlichen Wertemodell an. Die folgenden Jahre waren von beruflichem und materiellem Streben geprägt, während Glauben, Gott, Spiritualität oder Esoterik mir völlig fremd waren.

Meine Neugier auf Gott und den Glauben erwachte bei der kirchlichen Hochzeit eines guten Freundes. Ich wollte mehr wissen, und nahm 2010 an einem Bibel-Kurs teil. Die Geschichte von und um Jesus erschien mir interessant und gab mir einen völlig neuen Bezug zu unseren traditionellen Festen Ostern und Weihnachten. Dennoch blieb meine Frage „Was ist Glauben?“ noch offen..

Mein Weltbild erweiterte sich, als mein Arbeitsplatz „zufällig“ in ein Büro im Gebäude der katholischen Hochschulgemeinde in Erlangen (KHG) verlegt wurde. Hier lernte ich die katholische (KHG), evangelische (ESG) und freikirchliche (SMD) Studentengemeinde kennen und lieben. Meine Fragen fanden hier Antwort in unzähligen Begegnungen und Gesprächen über die Bibel. Hier fand ich einen Zugang zu Gott und zu meinem Glauben, und ließ mich dann auch 2013 katholisch taufen.

Das Jahr 2020 und die folgenden Jahre der Corona-Zeit markieren einen weiteren, sehr einschneidenden Umbruch in meinem Leben. Ich erlebte eine tiefgreifende Sinnkrise, die in eine Depression und einen Aufwach-Prozess einmündete, der viel schwieriger zu bewältigen war, als die bisherigen Stationen meines Lebens. Heute sehe ich das in gewisser Weise als Geschenk: Ich wurde wachgerüttelt aus meiner Traumwelt vorgegebener Wertebilder und durfte erkennen, wie wenig Sinn und Bestand diese materialistischen Wertesysteme haben. Wichtig ist, das uns innewohnt. Diese spirituelle Krise führte mich zu Menschen, die sich außerhalb vorgegebener Denkmuster bewegen, womit sich mir eine völlig neue geistige Welt eröffnete, die viel umfassender ist, als die, die ich vorher kannte. So begann meine Reise in die spirituelle Welt, deren Erkenntnisse in neue Fähigkeiten geführt haben, die ich gerne anbiete.